Schimmel killen, sanieren, stoßlüften

Alarmsignale

Verdächtige Flecken an der Wand und muffigen Schimmelgeruch sollten Sie ernst nehmen. Je früher Sie handeln, desto besser für die Gesundheit.

Feuchtmesser

Kontrollieren Sie mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit. Die relative Feuchte sollte zu Hause zwischen 40 und 50 Prozent liegen. Ist mehr Wasser in der Luft, steigt die Schimmelgefahr. Kontrollieren Sie, ob es in der Nähe der Flecken und des muffigen Geruchs besonders feucht ist. Fertigen Sie eigene Messprotokolle (Datum, Feuchte, Temperatur, Lüftungsintervalle).

Übrigens: Gute Hygrometer gibt es schon ab etwa 20 Euro.

Problemzonen

Je kühler die Räume, desto größer die Schimmelgefahr! Die Luftfeuchtigkeit kondensiert zum Beispiel leicht hinter Schränken, die zu dicht an einer kalten (Außen-)Wand stehen. Kritisch sind auch Wandschränke, Abstellkammern, Jalousiekästen und kühle Badezimmer.

Schimmelkiller

Wo immer Sie Schimmelpilzbeläge aufspüren, gilt: Wehret den Anfängen. Besprühen oder betupfen Sie die Flecken mit "guten" Anti-Schimmel-Mitteln. Als Hausmittel hat sich Alkohol bewährt (Ethanol oder Isopropanol, 70%). Empfohlene Einwirkzeit beachten (bei Hausmitteln 30 Minuten), dann abwischen. Die Tücher samt anhaftenden Sporen in einer Plastiktüte in die Mülltonne stecken. Die BAUGENOSSENSCHAFT HOF eG kann Ihnen, auf Anfrage, ein Farb- bzw. Kleisterzusatzmittel zur schimmelwidrigen Einstellung von Farbe bzw. Tapetenkleister zur Verfügung stellen.

Vorsicht

Achten Sie auf Arbeitsschutz (zum Beispiel Handschuhe und eventuell Mundschutz). Allergiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten sich fern halten. Wo Schimmelflecken zu sehen sind, gibt es auch viele unsichtbare Sporen - zum Beispiel im Hausstaub. Gründliches Saubermachen kann helfen: Am besten immer bei geöffneten Fenstern Staub wischen und saugen, damit aufgewirbelte Sporen ins Freie entweichen können.

Vorbeugen

Lassen Sie keinen Raum in der Wohnung zu sehr auskühlen. Vor allem das Bad sollte immer gut geheizt sein. Je mehr Feuchtequellen in der Wohnung, desto wichtiger ist außerdem das lüften.

Stoßlüftung

Mindestens viermal am Tag die Fenster weit öffnen, sodass die Frischluft quer durch die Wohnung weht. Meist reichen fünf Minuten. Je kälter die Außenluft, desto wirkungsvoller: Die hereinströmende, trockene Kaltluft kann besonders viel Wasser aufnehmen.